Bilder von den Proben vor dem CD-Release-Konzert “Schwabenrock – Die Zweite”

Hier ein paar Eindrücke von den Proben zum großen CD-Release-Konzert in Sulzbach an der Murr. Zum ersten Mal dabei auch Paul Vincent.

Fotos: Clemens Maguire

CD-Release-Konzert in der Festhalle in Sulzbach mit Gitze & Band und Stargast Paul Vincent

Im November letzten Jahres veröffentlichte Gitze unter dem Hannoveraner Plattenlabel MiG das Live-Doppel-CD-Mediabook „Danke, mir geht’s gut…“.

Das aufwändig gestaltete Werk beinhaltet, neben einem 52-seitigem Booklet, „Das Beste von Wolle Kriwanek & Paul Vincent“ und wurde beim Memorial-Konzert anlässlich des 10. Todestages von Wolle Kriwanek am 20. April 2013 im Bildungszentrum Weissacher Tal aufgenommen. Mit dabei waren damals die musikalischen Gäste Thomas Roth und Sebastian Scheuthle sowie Kriwaneks musikalischer Partner und Komponist der meisten Stücke Paul Vincent. Für den guten Ton sorgte, wie zu Kriwaneks Lebzeiten, Uli Eisner.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach Veröffentlichung des Erstlingswerks legt Gitze nun nach und präsentiert am Samstag, 15. November, in der Festhalle in Sulzbach an der Murr mit seiner Band und Stargast Paul Vincent das neue Studio-Album „Schwabenrock – Die Zweite“ (VÖ MiG: 14.11.2014).

Auf dem neuen Album sind weitere 15 Titel von Wolle Kriwanek und Paul Vincent zu hören, die vor bis zu 40 Jahren bereits veröffentlicht wurden.

„Ich will 100 Prozent Gitze“: Paul Vincent, Komponist aller Titel, forderte den Sänger bei den Aufnahmen ganz und führte ihn als Produzent sozusagen zu sich selbst. Und als Gitarrist legte Paul Vincent all seine Emotionen in die Klänge, die er zelebriert wie kaum ein anderer.

Karten für das CD-Release-Konzert am Samstag, 15. November, in der Sulzbacher Festhalle mit Gitze & Band und Stargast Paul Vincent gibt es im Vorverkauf für 15 Euro im Rathaus in Sulzbach (Telefon 07193 – 5133; Email: m.untermann@sulzbach-murr.de), im Bücherladen in Sulzbach (Telefon 07193 – 931111), in Fabers Café am Rathaus in Sulzbach (Telefon 07193 – 9319525) und in der Buchhandlung Kreutzmann in Backnang (Telefon 07191 – 32540). An der Abendkasse beträgt der Eintritt 20 Euro.

Mehr Informationen: www.sulzbach-murr.de

Das neue Album “Schwabenrock – Die Zweite” erscheint am 14. November

Hallo an alle Fans von Gitze & Band. Am 14. November erscheint unsere zweite CD mit Songs von Wolle Kriwanek unter dem Titel “Schwabenrock – Die Zweite”. Mit dabei wieder mal Paul Vincent, der alle Songs neu arrangiert, instrumentiert und aufgenommen hat.

Eine Pressereaktion über den Auftritt in Freudenstadt

freudenstadt

Marbacher Zeitung vom 24.09.2014 über den Auftritt in der Höpfigheimer Kelter

hoepfigheim

Wolle Kriwanek war identitätsstiftend

Das Studio-Album Schwabenrock Die Zweite mit Paul Vincent und Gitze ist eingespielt. Musikertreffen auf 7 Eiche. Es ist der 9. November 2013, das Release-Konzert des Live-Doppel-CD-Mediabooks Danke, mir gehts gut… ist zu Ende. Paul Vincent, Gitze und die anderen Mitstreiter sitzen zusammen. Da fällt der Satz: Wir sollten unbedingt mal wieder etwas zusammen machen. Das zweite Album mit Vincent und Gitze ist mittlerweile aufgenommen.

Für Günter (Gitze) Deyhle (ehemals unter anderem Gitze Roadshow und Jane) ist es noch immer unglaublich und wunderbar, dass Paul Vincent ihm seine musikalische Freundschaft anbot und nun ein zweites Album diesmal das Studio-Album Schwabenrock Die Zweite mit Songs von Kriwanek und Vincent eingespielt ist.

28 Jahre lang hat Paul Vincent Gunia mit Wolle musiziert. Und er hat mit Größen wie Klaus Doldinger und Udo Lindenberg, Sting und Freddy Mercury, Eric Burdon und Gianna Nannini gespielt. Er begleitete berühmte Schlagerinterpreten und ist als Filmmusiker für das Deutsche Fernsehen unbewusst eigentlich jedem bekannt. Am Rande des Konzerts auf 7Eichen (Affalterbach) mit seiner Band Vincent Rocks spricht Paul Vincent über seine Laufbahn und die Zusammenarbeit mit Wolle und Gitze. Da fällt auch der Satz: Wolle Kriwanek war identitätsstiftend.

Über die großen Stars verliert Vincent kaum ein Wort, Allüren sind dem Gitarristen und Sänger fremd, sein Ruhm ist ihm nicht zu Kopfe gestiegen. Was aus Paul Vincent spricht, ist die pure Leidenschaft, seine uneingeschränkte Liebe zur Musik, sein grenzüberschreitendes Verständnis davon. Mit 19 bis 20 Jahren, damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort, das sei eine goldene Ära gewesen, ohne dass wir das gewusst hätten. Er sei wie die Jungfrau zum Kind zur Musik gekommen, ohne theoretische Kenntnisse und ohne Ehrfurcht, wusste ja nicht, wer Klaus Doldinger überhaupt war, war naiv, und das hat mich geschützt, sagt Vincent heute.

Kennengelernt hat der damalige Wahlmünchener den gebürtigen Stuttgarter Wolle Kriwanek 1975 auf Umwegen, nach dessen Auszeichnung als bester Liedermacher Baden Württembergs. Da wusste die Polydor, ansässig ausgerechnet in Hamburg, nämlich nicht viel anzufangen mit dem Schwaben, der seinen Dialekt pflegte und dem sie nun eine Single-Veröffentlichung schuldete. Über Kontakte zum Süddeutschen Rundfunk wurde der junge Preisträger schließlich an Paul Vincent vermittelt, und die beiden fanden in der Musik eine gemeinsame Sprache. Unzählige Lieder entstanden, die Künstler warfen alle ihre Ideen in einen Pool, aus dem das Beste ausgewählt und verarbeitet wurde. Nicht immer war klar abzugrenzen, wer was beigesteuert hatte, im Wesentlichen aber kreierte Kriwanek die Texte und Vincent die Musik. Wolle sei mit seiner Kombination aus schwäbischer Sprache und klassischem Rock n Roll identitätsstiftend gewesen und deshalb in Erinnerung geblieben, meint Paul Vincent. Er freut sich wie ein Schneekönig darüber, dass Gitze sich dieses Werkes angenommen hat. Es sind schließlich auch meine Babys, meint Paul Vincent lachend und bedauert ein wenig, dass Gitze (fast) der Einzige ist, der gemeinsam mit seiner Band an den Schwabenrocker erinnert.

Darin sind sich Paul Vincent und Gitze einig: Sie möchten, dass Wolles Musik lebendig bleibt, und das passiert nur, wenn sie gespielt wird.

Auf dem neuen Album präsentieren Gitze und Paul Vincent Rock aus Schwaben mit weiteren 15 Titeln von Wolle Kriwanek und Paul Vincent, die vor bis zu 40 Jahren bereits veröffentlicht worden sind. Ein Grund für Paul Vincent, sich diesen, seinen Titeln noch einmal neu zu nähern, ist die Lust, die Klangfarbe der Songs seinen heutigen Empfindungen anzupassen.

Dass es erst jetzt geschieht, hat zum einen mit der dafür notwendigen, emotionalen Distanz und zum zweiten mit Respekt vor Kriwanek zu tun. Zentrale Auslöser für Paul Vincent jedoch sind die künstlerische Ernsthaftigkeit und der beeindruckende Enthusiasmus, mit denen sich Gitze seit Jahren dem Werk der beiden Schwabenrock-Legenden widmet und so lebendig hält. Ich will 100 Prozent Gitze: Paul Vincent, Komponist aller Titel, forderte den Sänger ganz. Als Produzent führte Paul Vincent Gitze sozusagen zu sich selbst. Und als Gitarrist legte Vincent all seine Emotionen in die Klänge, die er zelebriert wie kein anderer.

Die Musiker haben 15 Stücke aufgenommen, wobei sie die Qual der Wahl plagte, denn es hätten gut mehr als 40 werden können. Wer weiß vielleicht gibt es ja irgendwann einen Teil drei. Die Live-Präsentation des Albums wird Gitze mit seiner eigenen Band in Sulzbach bestreiten Ehrensache, dass auch Paul Vincent mitwirkt. Bei weiteren ausgesuchten Gigs will Paul Vincent ebenfalls dabei sein.

Auch beim Konzert im Biergarten 7Eichen gedachten Paul Vincent (Gitarre, Gesang), Günther Gebauer (Bass, Gesang) und Andreas Keller (Schlagzeug) Wolle Kriwaneks, indem sie den legendären Call-and-Response-Blues mit dem Publikum zelebrierten. Ansonsten kamen eigene Songs und Covers im Crossover-Mix zwischen Rock n Roll und Klassik zu Gehör, wobei Vincent fantastische Kollegen an den Drums und dem Bass zur Seite standen.

Hochkarätig auch der Gesang des Frontmannes: vom Feinsten seine abgeklärte Interpretation der Moritat von Mackie Messer in schnoddrigstem Berliner Dialekt. Ebenfalls faszinierend waren diverse Ausflüge in die Welt der Klassik. Mozarts Rondo alla turca, die früheste Form des Rock n Roll, virtuos auf die E-Gitarre übertragend, brachte Vincent alle Schranken zwischen den Genres zum Fallen. Auch wer eigentlich nichts mit Klassik am Hut hat, ließ sich davon mitreißen.

Text: Ingrid Knack (bkz)